Wie viel kön­nen Sie in Ihre 3. Säu­le ein­zah­len?

Sascha Voegeli

Sascha Voegeli

Wie viel kön­nen Sie in Ihre 3. Säu­le ein­zah­len?


Ein­zah­lun­gen in die frei­wil­li­ge und gebun­de­ne Vor­sor­ge Säu­le 3a haben zwei haupt­säch­li­che fol­gen­de Vor­tei­le:

  1. Die Zins­sät­ze sind für 3a-Bei­trä­ge im Durch­schnitt höher als auf gewöhn­li­chen
    Spar­kon­ten
  2. Die Bei­trä­ge in ein 3a Pro­dukt sind steu­er­lich abzugs­fä­hig
    Vor allem auf­grund der steu­er­li­chen Abzugs­fä­hig­keit hat der Gesetz­ge­ber für Ein­zah­lun­gen in die Säu­le 3a Höchst­bei­trä­ge fest­ge­legt.


Maxi­ma­ler Betrag für Ange­stell­te und Selb­stän­di­g­er­wer­ben­de

In der Schweiz gibt es zwei unter­schied­li­che Bei­trags­li­mi­ten für die frei­wil­li­ge gebun­de­ne Vor­sor­ge (3a Pro­duk­te).

Regel für erwerbs­tä­ti­ge Per­so­nen, die zum Zeit­punkt der Ein­zah­lung einer Ein­rich­tung der 2. Säu­le (einer Pen­si­ons­kas­se) ange­hö­ren: Sie kön­nen bis zu CHF 6883 pro Jahr in die Säu­le 3a ein­zah­len und von den Steu­ern abzie­hen (Stand 2021). Es han­delt sich dabei gewöhn­lich um Per­so­nen in einem ange­stell­ten Arbeits­ver­hält­nis. Selb­stän­di­g­er­wer­ben­de die einer Ein­rich­tung der 2. Säu­le ange­hö­ren, kön­nen eben­falls die­sen Betrag ein­zah­len respek­ti­ve bei den Steu­ern abzie­hen.

Erwerbs­tä­ti­ge Per­so­nen, die zum Zeit­punkt der Ein­zah­lung kei­ner Ein­rich­tung der 2. Säu­le (also kei­ner Pen­si­ons­kas­se) ange­hö­ren, kön­nen bis zu 20% ihres Erwerbs­ein­kom­mens in die Säu­le 3a ein­zah­len und von den Steu­ern abzie­hen, bei einem jähr­li­chen Höchst­be­trag von 34’416 Fran­ken (Stand 2021).

Sind bei­de Ehe­gat­ten oder bei­de ein­ge­tra­ge­nen Part­ner erwerbs­tä­tig und leis­ten Bei­trä­ge in die 2. Säu­le, so kön­nen bei­de Per­so­nen die­se Steu­er-Abzü­ge für sich bean­spru­chen.



Im Fall des Säu­le-3a-Betrags für Per­so­nen mit Pen­si­ons­kas­se spricht man im über­tra­ge­nen Sinn bis­wei­len von der «klei­nen» Säu­le 3a (Höchst­be­trag von 6883 Fran­ken im Jahr 2021), im Fall des Betrags für Per­so­nen ohne Pen­si­ons­kas­se (34’416 Fran­ken) auch von der «gros­sen» Säu­le 3a.


Die Begrif­fe «klein» und «gross» sind aber inso­fern miss­ver­ständ­lich, als der maxi­mal erlaub­te Ein­zah­lungs­be­trag für Per­so­nen ohne Pen­si­ons­kas­se je nach Fall auch klei­ner sein kann als der­je­ni­ge für Per­so­nen mit Pen­si­ons­kas­se.

Bei­spiel: Eine selb­stän­di­g­er­wer­ben­de Per­son ohne Pen­si­ons­kas­se hat einen Net­to­lohn von CHF 30’000. Sie darf also maxi­mal CHF 6000 Fran­ken (20% von CHF 30’000) in die Säu­le 3a ein­zah­len. Eine erwerbs­tä­ti­ge Per­son mit einer Pen­si­ons­kas­se kann hin­ge­gen CHF 6883 ein­zah­len und bei den Steu­ern in Abzug brin­gen (Stand 2021).

Maxi­ma­le Beträ­ge nach Jahr
Die Beträ­ge in die Säu­le 3a wer­den vom Bund jedes Jahr fest­ge­legt und haben sich im Durch­schnitt jedes zwei­te Jahr geän­dert.


Unten­ste­hend fin­den Sie eine Über­sicht über die Höchst­be­trä­ge der letz­ten Jah­re für
Per­so­nen mit und ohne Pen­si­ons­kas­se. Die Höhe der Beträ­ge ist unab­hän­gig davon, ob Sie Ihre drit­te Säu­le bei einer Bank oder Ver­si­che­rung eröff­nen.

Jahr

2021

2020

2019

Mit 2. Säu­le

CHF 6.883

CHF 6.826

CHF 6.826

Ohne 2. Säu­le

CHF 34.416

CHF 34.128

CHF 34.128