Geschäfts­kre­dit – eine Kos­ten­fal­le?

Sascha Voegeli

Sascha Voegeli

Geschäfts­kre­dit – eine Kos­ten­fal­le?

Geschäfts­kre­di­te kön­nen ins Geld gehen. Im fol­gen­den Arti­kel erfah­ren Sie alles Wich­ti­ge zu den Gebüh­ren und Zin­sen von Unter­neh­mens­kre­di­ten.

Schwei­zer Geschäfts­kre­di­te wer­den in der Schweiz von Ban­ken und Finanz­in­sti­tu­ten ange­bo­ten. Schwei­zer Ban­ken gel­ten in der Regel als zurück­hal­ten­der als alter­na­ti­ve Online­Kre­dit­ge­ber, wenn es um die Ver­ga­be von Fir­men­kre­di­ten geht. Für eine kre­dit­su­chen­de Fir­ma ist aber nicht nur der Umstand ent­schei­dend, ob sie einen Kre­dit erhält. Eben­so wich­tig, was der Kre­dit am Ende des Tages kos­tet. Denn die Kos­ten kön­nen mar­kant sein. Dabei gilt die Faust­re­gel: Je bes­ser die Boni­tät des Unter­neh­mens, des­to güns­ti­ger ist der Geschäfts­kre­dit.

Schwei­zer Kre­dit­zin­sen für Fir­men im Ver­gleich

Die Zins­sät­ze für Geschäfts­kre­di­te unter­schei­den sich je nach Anbie­ter und der finan­zi­el­len Lage der Fir­ma mar­kant. Für Fir­men mit einer sehr guten Boni­tät sind bereits Geschäfts­kre­di­te mit Zin­sen ab 1% bis 1.5% erhält­lich. Unter­neh­men mit einer weni­ger guten Boni­tät hin­ge­gen müs­sen je nach Anbie­ter über 15% an jähr­li­chen Zin­sen berap­pen. Im Gegen­satz zu Pri­vat­kre­di­ten — wel­che dem Kon­sum­kre­dit-Gesetz unter­stellt sind — gibt es für Geschäfts­kre­di­te kei­ne obe­re Kos­ten­gren­ze.


Mar­kan­te Unter­schie­de bei den Ser­vice­ge­büh­ren

Was vie­le Fir­men nicht wis­sen: Neben Zins­kos­ten kom­men – im Unter­schied zu Kon­sum­kre­di­ten für Pri­vat­per­so­nen – in der Regel noch wei­te­re Gebüh­ren dazu. Die Kos­ten von Geschäfts­kre­di­ten wer­den des­halb auch nicht in effek­ti­ven Jah­res­zin­sen ange­ge­ben. Häu­fig kom­men bei Geschäfts­kre­di­ten so genann­ten Ser­vice-Gebüh­ren dazu. Je nach Anbie­ter und Boni­tät der Fir­ma kön­nen hier noch ein­mal Kos­ten in der Höhe von 1% bis 4.5% hin­zu­kom­men. Bei eini­gen Anbie­tern fal­len die­se Gebüh­ren nur ein­mal an, bei ande­ren jedoch jähr­lich wie­der­keh­rend.

Geschäfts­kre­di­te: amor­ti­sie­ren oder nicht?

Eini­ge Kre­dit­an­bie­ter bie­ten nur Amor­ti­sa­ti­ons­kre­di­te an, ande­re wie­der­um in ers­ter Linie Geschäfts­kre­di­te, die nicht amor­ti­siert wer­den. Im Fall von Til­gungs­kre­di­ten (wie die Amor­ti­sa­ti­ons­kre­di­te auch genannt wer­den) wird der Geschäfts­kre­dit wie bei Kon­sum­kre­di­ten in Raten abbe­zahlt.

Im Geschäfts­kre­dit­ver­gleich wird dar­auf hin­ge­wie­sen, ob der Kre­dit amor­ti­siert wird oder nicht. Das hat auch einen Ein­fluss auf die Kos­ten. Über­le­gen Sie sich, wel­ches Sze­na­rio für Ihre Fir­ma bes­ser eig­net ist. Bei man­chen Anbie­tern kön­nen Sie sich ent­schei­den, ob Sie Ihren Kre­dit til­gen möch­ten oder nicht. Las­sen Sie sich in die­sem Fall bei­de Sze­na­ri­en durch­rech­nen. Je nach Vari­an­te unter­schei­den sich näm­lich auch die Kon­di­tio­nen.

Offer­ten ver­glei­chen
Da die Kos­ten unter­schied­lich gestal­tet sein kön­nen, kann sich Ver­han­deln ähn­lich wie bei Hypo­the­ken loh­nen. Die Kre­dit­zin­sen und Kre­dit­kos­ten sind nicht in Stein gemeis­selt. Nach­fra­gen scha­det auf kei­nen Fall – auch wenn je nach Fir­men­pro­fil nicht immer ein Spiel­raum für einen Zins­ra­batt besteht. Offer­ten von meh­re­ren Anbie­tern hel­fen dabei, eine gute Ver­gleichs­ba­sis zu erhal­ten. Auch die finan­zi­el­le Situa­ti­on der Fir­ma kann je nach

Anbie­ter unter­schied­lich beur­teilt wer­den – die­se Boni­täts­be­ur­tei­lung wie­der­um hat einen Ein­fluss auf die Kre­dit­kos­ten.